staTThus eG Wohnprojekt, Trommelberg 11 in 25813 Husum

Wohnen in Gemeinschaft: Neues Leben in alten Klassenzimmern

staTThus eG: Ein genossenschaftliches Wohnprojekt für Husum als  Modellprojekt der Bundesrepublik Deutschland 

Generationenübergreifend Wohnen in 23 Wohnungen.

Foto: Reinhard Witt rwitt-fotografie.com

Wir sind 38 Genossinnen und Genossen,
10 davon sind unter 15 Jahre alt

Alle haben einen Wunsch: Leben in Gemeinschaft

Es sind keine Wohnungen mehr frei, im Neubau geht´s dann weiter, wenn alle Interessenten eifrig mitmachen!

Animation: planerkollektiv

Baubeginn:
ist erfolgt im Dezember 2017

Fertigstellung:
Dezember 2018

Bezug der Wohnungen im Altbau: 01.02.2019

Panoramen und Vernetzung: archigraf.de

virtueller Rundgang

Rundgang um das Gebäude herum und im Gebäude. Dokumentation (vor dem Baubeginn) als 360° Panoramen

Auf die Füße klicken

Hilfetext über das ?

In der Osterhusumer Schule entsteht nun endlich ein gemeinschaftliches Wohnprojekt: Die Zukunft des Wohnens. Wir sind eine eingetragene Genossenschaft "staTThus eG". 

Unser Architekt (planerkollektiv aus Hamburg) ist für die Planung zuständig, die Bauleitung macht das Planungsbüro Gosch. Die STATTBAU-Hamburg berät uns als Projektentwickler. Wir erstellen 9 Wohnungen im öffentlich geförderten Wohnungsbau, also fast 50 % der Wohnungen in der Genossenschaft. Die IB.SH ist unsere Förderbank. Große Teile der Kredite laufen über die GLS-Bank, auch als durchleitende Bank der KFW-Mittel. 23 von 23 Wohnungen sind vergeben. Wir erstellen später einen Neubau auf dem Grundstück östlich der ehemaligen Schule. Hier nehmen wir gerne Bewerbungen für die nächsten Wohnungen an. Achtung: Ab dem 01.02.2019 bekommen wir eine neue Adresse: staTThus eG, Pestalozziring 11, 25813 Husum

Ausgezeichnet: Wir bekommen 200.000 € Fördersumme vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend! Das Konzept haben wir weiter entwickelt, es gibt für die Wohnungen im Eigentum ein Ankaufsrecht für die Genossenschaft, siehe Finanzierung. Wir freuen uns, dass wir zu den 29 von über 200 teilnehmenden Wohnprojekten gehören, die sich durch eine besonders hohe fachliche Qualtät, einen vorbildlichen Praxisbezug sowie gelungene innovative Ideen auszeichnen. Wir sind das einzige Projekt aus Schleswig-Holstein, welches Fördermittel aus diesem Programm bekommt.

staTThus Wohnprojekt in Husum (Nordsee) Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Neues Leben in alten Klassenzimmern: Osterhusumer-Schule, Trommelberg 11, 25813 Husum / Kreis Nordfriesland / Westküste Schleswig-Holstein / Baugemeinschaft / Mitglied im Forum Gemeinschaftliches Wohnen e.V. dem Interessenverband Wohnprojekte SH dem Klimabündnis Nordfriesland und in der AktivRegion

Anhänge:
Diese Datei herunterladen (2015-08-21_Uebersicht_ausgewaehlte_Projekte_ENDFASSUNG.pdf)Liste der ausgewählten Projekte[ ]37 KB
Diese Datei herunterladen (Konzept allgemein ohne Anlagen Stand Mai 2017 web.pdf)staTThus Konzept[aktuelles Konzept Mai 2017]1730 KB
Diese Datei herunterladen (Satzung staTThus eG geändert 2018_03_07.pdf)staTThus eG Satzung Stand 2018_03_07[die gültige Satzung der Genossenschaft]48 KB
Diese Datei herunterladen (Satzung staTThus Hausverein.pdf)Satzung staTThus Hausverein.pdf[ ]16 KB
Diese Datei herunterladen (staTThus-Flyer Zukunft 2017g_web.pdf)aktueller Flyer[der gültige Flyer Stand Dezember 2017]795 KB

virtueller Rundgang

Spaziergang über das Gelände und durch alle Räume des Gebäudes vor Baubeginn. Inzwischen sind die Bauarbeiten weit vortgeschritten, der Rundgang ist eine Dokumentation des Zustandes

virtueller Rundgang

In jedem Bild kann man sich um 360° drehen, man hält dazu die linke Maustaste gedrückt und bewegt die Maus. In jedem Panorama befinden sich Fußspuren. Beim Klick auf diese Spuren gelangt man zum nächsten Panorama, manchmal durch geschlossene Türen hindurch. Man kann auch Treppen steigen, in den Keller gehen...
Bitte den Hilfetext beachten ? unten bei den grauen Knöpfen. Smartphones und Tablets steuern den Blick über die Drehung des Gerätes: Man dreht sich mit dem Gerät um die eigene Achse.

 

Fotos Innenräume Galerie

 

Fotos Außenräume Galerie

Finanzierung

200.000 € Fördersumme für unser Projekt

Fakten zum Wohnprojekt: Finanzierung

Wie wird unser Projekt finanziert und organisiert?


Eigene Genossenschaft staTThus eG in Verbindung mit einem Anteil von max. 1/3 Eigentümern. Mieter und Eigentümer werden Mitglied der Genossenschaft und werden ihre  Wohnung selbst nutzen. Eine WEG (Wohnungseigentümergemeinschaft) ist die Struktur.
• Wohnungsgrößen: 49 - 108 m² in 23 Wohnungen.

Das Gesamtvolumen beträgt etwas mehr als 4 Millionen Euro.

Die Planung und die Ausführung übernimmt die staTThus-GbR, gesteuert von der STATTBAU-Hamburg. Die GbR erlischt nach der Übergabe der Wohnungen.

 • Der größte Anteil der Kredite wird durch das Programm "Effizienzhaus Denkmal" 151 der KfW bestritten. Hier gibt es 100.000 € pro Wohnung zu besonders günstigen Konditionen.

• Es werden neun Wohnungen im öffentlich geförderten Wohnungsbau, mit der IB.SH, errichtet. Für diese Wohnungen ist ein Wohnberechtigungsschein erforderlich. Die Kaltmiete beträgt hier 5,60 €/m². Der Förderantrag wurde genehmigt.

• Mit den Krediten aus dem Programm 151 KfW, den Krediten der IB.SH, den Fördermitteln der Bundesrepublik Deutschland und den Genossenschaftsanteilen ist die Genossenschaft finanziert. Es werden keine weiteren Kredite benötigt.
Die junge Genossenschaft benötigt Eigenkapital. Pro m² Wohnfläche müssen 400 € Genossenschaftsanteil aufgebracht werden. Dieser Genossenschaftsanteil kann über das Programm 134 KfW finanziert werden, bitte sprecht uns darauf an, ein Beispiel dazu findet ihr weiter unten.
• Wir streben in den frei finanzierten Wohnungen eine Kalt-Miete von etwa 8,15 €/m² an Die Warmmiete würde 8,85 €/m² betragen. Dazu kommen Nebenkosten, Heizkosten und ein Beitrag für die Gemeinschaftsräume. Die Mieter erwirtschaften Eigentum: Das Eigentum der Genossen und ein lebenslanges Wohnrecht.
Steuervorteile (aus dem Denkmalschutz) werden die Eigentümer an die Gemeinschaft geben.

Die Wohnungen der EigentümerInnen werden mit einem Festpreis eingestuft. Falls die Wohnung irgendwann verkauft werden soll, wird wieder dieser Festpreis (Gestehungskosten angeglichen an den Verbraucherpreis-Index) aufgerufen. Die Genossenschaft hat ein Ankaufsrecht zu diesem Festpreis. Nähere Auskünfte zu diesem System geben wir gerne. Es ist nicht mehr möglich, eine Wohnung käuflich zu erwerben. Alle vier Eigentumswohnungen sind vergeben.

Das Wohnprojekt ist komplett belegt, ist gibt keine freien Wohnungen mehr. Dennoch lassen wir die Beispielrechnungen hier stehen, als Orientierung auch für ähnliche Projekte.

Beispiel: Eine 70 m² Wohnung zur Miete (frei finanziert)

Die monatliche Miete (mit allen Verwaltungs und Instandhaltungskosten...) wäre bei 8,15 €/m² : 570 €

Wir erreichen einen Energie-Standard KfW 115 und das ergibt monatliche Heizkosten von ca. 47 €. Die Kaltmiete ist relativ hoch, die Warmmiete dann für Husum gut: Warmmiete wäre 8,82 €/qm

Kosten für die Gemeinschaftsräume: Wir gründen einen Verein, der Träger der Gemeinschaftsräume wird: Werkstatt, ein Gemeinschaftsraum, Wasch- Trockenraum. Alle Bewohner werden Mitglied dieses Trägervereines. Kosten: ca. 30 € pro Monat

Strom vielleicht 30 € pro Monat

Nebenkosten für Müll, Wasser... kommen hinzu. Die können wir schwer benennen, sagen wir mal 30 € pro Monat pro Person

Telefon, TV, Internet 30 € pro Monat

Stellplatz 25 € pro Monat

In diesem Beispiel wären das als Summe 732 € pro Monat für diese 70 m² Wohnung im Erstbezug mit allen Kosten natürlich alles ohne Gewähr, aber mit Stellplatz.

 

Beispiel: Eine 50 m² Wohnung zur Miete (öffentlich gefördert, Wohnberechtigungsschein erforderlich) Eine Tabelle der Einkommensgrenzen für einen Wohnberechtigungsschein ist als Download hier dabei.

Die monatliche Miete (mit allen Verwaltungs und Instandhaltungskosten...) wäre bei 5,6 €/m² : 280 €

Wir erreichen einen Energie-Standard KfW 115 und das ergibt monatliche Heizkosten von ca. 33,5 €

Kosten für die Gemeinschaftsräume: Wir gründen einen Verein, der Träger der Gemeinschaftsräume wird: Werkstatt, ein Gemeinschaftsraum, Wasch- Trockenraum. Alle Bewohner werden Mitglied dieses Trägervereines. Kosten: ca. 30 € pro Monat

Strom vielleicht 30 € pro Monat

Nebenkosten für Müll, Wasser... kommen hinzu. Die können wir schwer benennen, sagen wir mal 30 € pro Monat

Telefon, TV, Internet vielleicht 30 € pro Monat? Je nach dem was man will...

In diesem Beispiel wären das als Summe 433,5 € pro Monat für diese öffentlich geförderte 50 m² Wohnung mit allen Kosten natürlich alles ohne Gewähr und ohne Stellplatz.

 

Die Finanzierung der Genossenschaftsanteile kostet eventuell dann weiteres Geld, je nach Summe, die aufgebracht werden muss:

Genossenschaftsanteil: 400 €/m² mal 70 m² sind 28.000 €.

Wer das hat, ist fein raus. Wer das nicht hat, muss die Genossenschaftsanteile finanzieren. Das Programm 134 KfW (extra für die Finanzierung von Genossenschaftsanteilen) hat hier besonders gute Konditionen. Die Genossenschaftsanteile stellen ein lebenslanges Wohnrecht dar und können vererbt werden.

Beispiel dazu: 28.000 € Laufzeit 25 Jahre, Zinsbindung 10 Jahre, 1 Jahr Tilgungsfrei, Effektivzins 1,51 % (über die Dauer der Zinsbindung): 116 € pro Monat (die ersten 12 Monate 35 € pro Monat) ohne Gewähr. Das Darlehen kann jederzeit ohne Verlust abgelöst werden.

Wir können an den Kosten für die Genossenschaftsanteile leider nichts ändern. Die "alten" Genossenschaften (die GEWOBA-Nord beispielsweise) sind zur Gründung mit Eigenkapital ausgestattet worden. Nach dem zweiten Weltkieg entstanden viele Wohnungsbaugenossenschaften mit Geldern aus dem Marshallplan. Wir gründen eine "junge" Genossenschaft und müssen das Eigenkapital selbst aufbringen: Die Genossenschaftsanteile. Wenn jemand uns dabei helfen und Genossenschaftsanteile erwerben möchte (ohne im Projekt wohnen zu wollen), dann freuen wir uns natürlich. Diese Anteile werden dann verzinst, mit einer Mindestverzinsung.

Wenn das Projekt, so in 35 bis 40 Jahren, alle Kredite bedient hat, kann die Miete deutlich reduziert werden. Darüber entscheiden dann die Genossen.

Konzept

statt alleine - gemeinsam

statt Fassade - auch das Dahinter

statt wegwerfen - reparieren

statt verschwenden - nachhaltig nutzen

statt Luxus -  guter Gebrauchswert

statt ausgrenzen - zusammenführen

statt gegeneinander - miteinander

Was ist ein Wohnprojekt?

Antwort: Eine Baugemeinschaft. Hier finden sich Menschen zusammen, die gemeinschaftlich ein Projekt zum Wohnen in die Hand nehmen und verwirklichen. Im staTThus gibt es dann abgeschlossene Wohnungen, als Mietwohnungen und Eigentumswohnungen. Gemeinschaftlich heißt, dass wir auf Gewinn verzichten, gemeinschaftlich nutzbare Räume bekommen und und selbst verwalten. Vereinfacht zusammengefasst...

Leitlinien staTThus Wohnprojekt

Für unser Zusammenleben sollen folgende Leitgedanken verbindlich sein:

Die Bereitschaft und der Wille zum gemeinschaftlichen Leben sind Voraussetzungen für die Mitgliedschaft in unserem Wohnprojekt.

Wir wünschen uns, dass in unserem Wohnprojekt eine Vielfalt von Menschen unterschiedlichen Hintergrunds und Alters zusammen wohnen.

Wir möchten ein achtsames und respektvolles Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen Ansichten und Interessen.

Die Bewohner unterstützen einander mit ihren jeweiligen Erfahrungen und nach ihren Möglichkeiten. Wir wollen Verbindlichkeit leben gegenüber dem Projekt, seinen Zielen und unseren gemeinsamen Absprachen.

Wir Mitglieder gestalten und beleben das Gebäude und das Grundstück. Dazu soll jeder (nach seinen Möglichkeiten) seinen Beitrag leisten.

Wenn die eigene, freiwillige Initiative an Grenzen stößt und nachbarschaftliche Hilfe nicht ausreicht, werden externe Dienstleistungen in Anspruch genommen.

Wir möchten hierarchische Strukturen vermeiden und Entscheidungen möglichst in Übereinstimmung treffen. Grundlegend dafür sind der Wille und die Bereitschaft zum Kompromiss.

Konflikte sollen offen angesprochen und geklärt werden.

Alle Bewohner/innen sind gleichberechtigt.

Wir respektieren die Umwelt und wollen nach ökologischen Grundsätzen leben.

Das Wohnprojekt empfindet sich als Baustein des Stadtviertels und möchte zur kulturellen Bereicherung beitragen.

Wir distanzieren uns ausdrücklich von Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit.

 

Wohnprojekt in Husum

Menschen, die dem allgemeinen Trend zur Individualisierung in unserer Gesellschaft nicht folgen wollen, werden immer zahlreicher. Sie möchten traditionelle Netze, wie die Familie oder die Nachbarschaft, aus eigener Initiative mit Gleichgesinnten ersetzen oder wiederaufbauen. Gemeinschaftliche Wohnformen werden als Idee entwickelt und sollen in die Realität umgesetzt werden. Vor allem älter werdende Menschen, die sich einen Ruhestand ganz allein nicht vorstellen können, werden hier aktiv, und auch junge Familien mit dem Wunsch nach gegenseitiger Unterstützung im Alltag mit Kindern. Ziel ist das gemeinsame Wohnen. Doch vorher kommt das Kaufen, Bauen und Umbauen, das gemeinsam geplant wird und einen Ort finden muss.

Einen Ort hat die Gruppe staTThus gefunden. Nun gibt es eine eigene Genossenschaft "staTThus eG" in einer Verbindung mit einem Drittel Eigentum.

Die alte Osterhusumer Schule am Trommelberg 11 bietet eine hervorragende Chance, ein zukunftsweisendes Modell für diese attraktive Wohnform zu schaffen.

Für das soziale Miteinander wird ein Gemeinschaftsraum geschaffen, in dem sich auch eine Küchenecke befindet. Ebenso sind im Untergeschoss geeignete Räume für einen Werkraum, Wasch-und Trockenraum und einen Fahrradkeller vorhanden. Wir wünschen uns eine Gästewohnung, die bei Nichtbelegung (durch Vereinsmitglieder) an den Markt gehen kann.

Jede/r Bewohner/in wird Mitglied des staTThus-Hausvereines, der diese gemeinschaftlich genutzten Räume anmietet. Im Wohnprojekt GAGA in Stade hat sich diese Konstruktion bereits bewährt.

Im Keller ist auch ein Raum für ein Quartiersmanagement denkbar. In einem Beispiel aus Brunsbüttel (kein Wohnprojekt, Wohnungsunternehmen Dithmarschen eG) ist dieser Gedanke verwirklicht worden.

Wir wünschen uns ein weitgehend  barrierefreies Haus, in dem die meisten Wohnungen über einen Lift erreichbar sein sollen.

Das Grundstück bietet sich für Familien, Kinder, sowie alleinstehende Menschen aller Altersgruppen an. Unter und zwischen altem Baumbestand können Spiel- und Rückzugsgebiete geschaffen werden. Ein Zier- und Nutzgarten kann angelegt werden, in dem die Bewohner/innen auch hier ihre Vorstellungen verwirklichen können.

Nicht zuletzt dient uns der Erhalt des schönen, denkmalgeschützten Gebäudes, ein Teil des Stadtviertels „Osterhusum“, als Antriebsfeder, dieses Projekt weiter zu entwickeln.

 

Fakten zum Wohnprojekt

Zeitplan:

Grunderwerb und Erwerb des Gebäudes ist im Oktober 2016 erfolgt

staTThus eG ist eine eingetragene Genossenschaft

Die staTThus GbR als Auftraggeber ist im November 2017 gestartet

Baubeginn war im Herbst 2017

Fertigstellung Schulgebäude im Dezember 2018, Bezug der Wohnungen im Februar 2019


• Eigene Genossenschaft staTThus eG mit 19 Genossenschaftswohnungen (9 davon im öffentlich geförderten Wohnungsbau) in Verbindung mit 4 Einzeleigentümern. Mieter und Eigentümer werden Mitglied der Genossenschaft und werden ihre Wohnung selbst nutzen.
• Wohnungsgrößen: 50 - 108 m² in 23 Wohnungen.
• Die junge Genossenschaft benötigt Eigenkapital. Pro m² Wohnfläche müssen 400 € Genossenschaftsanteil aufgebracht werden. Dies kann über das Programm 134 KfW gefördert werden, bitte sprecht uns darauf an und siehe Finanzierung
• Wir streben eine Miete von 8,15 €/m² an. Dazu kommen Nebenkosten, Heizkosten und ein Beitrag für die Gemeinschaftsräume. Die Mieter erwirtschaften Eigentum: das Eigentum an der Genossenschaft.
• Steuervorteile (aus dem Denkmalschutz) werden die Eigentümer an die Gemeinschaft geben. Die Eigentümer erwerben ihre Wohnungen als Teileigentum mit einem Ankaufsrecht der Genossenschaft.

 

Das Grundstück Trommelberg 11 – 13

Das Konzept des Wohnprojektes staTThus sieht vor, dass zunächst der Umbau der Schule begonnen wird. Dieses Grundstück bietet Platz für einen zusätzlichen Neubau (im Nord- Osten), im Bezug zum Wohnprojekt und mit einer gemeinsamen Erschließung. Die Gestalt des Neubaus ist noch als Platzhalter zu verstehen und wird noch festgelegt, hier sind weitere 14 Wohnungen geplant. Die Zeichnung ist genordet und unser Grundstück liegt im Nord- Westlichen Bereich, hier in Farbe dargestellt.

Die Stadt Husum wird eine Erschließungsstraße, in dem Lageplan ersichtlich, herstellen. Dann soll diese Straße eine öffentliche Straße werden.

In dem Aufstellungsbeschluss des Umwelt- und Planungsausschusses der Stadt Husum, sind für unser Grundstück keine Festsetzungen hinsichtlich sozialem Wohnungsbau enthalten.

Das staTThus-Wohnprojekt möchte sich gerne in die Entwicklung des gesamten Grundstückes einbringen, sei es als gute Nachbarn oder in Kooperation der Gemeinschaftsräume und des Quartiersmanagements. Wir konzentrieren uns zunächst jedoch auf das Schulgebäude auf unserem Grundstück. Wir sind uns dessen bewusst, dass wir wirtschaftlich besser aufgestellt wären, wenn wir gleichzeitig auf dem Grundstück B einen Neubau errichten würden.

Grundriss-Konzept

Erschließung mit einem Flur im Obergeschoss, auf den Flur im Erdgeschoss wird verzichtet.

Im Erdgeschoss können die mittle­ren Wohnungen leicht erschlossen werden, weil sie über eigene Ein­gänge im Norden erreicht werden können.

Im Obergeschoss bleibt der Flur er­halten und erschließt auch die Mai­sonette-Wohnungen (mit einer eigenen Treppe in der Wohnung) im Dachge­schoss. Im Obergeschoss entste­hen auch Wohnungen für Singles mit ca. 55 m².

Ein Lift wird fast alle Wohnungen erschließen und die Bewohner kön­nen fast jede Wohnung erreichen, ohne das Gebäude verlassen zu müssen. Der Lift erreicht jedes Geschoss, auch den Keller.

Die Räume im Keller werden vorwiegend den Nutzungen zugeordnet, die in anderen Geschossen die vermietbare Fläche reduzieren würden. So kann die Wirtschaftlichkeit  des Projektes verbessert werden. Die ehemalige Schulküche, im Ostteil des Gebäudes, hat eine Raumhöhe von 2,40 m und bietet sich als Gemeinschaftsraum an. Der Gemeinschaftsraum bekommt einen barrierefreien Zugang zur Terrasse, da das Gelände hier auf Höhe des Kellers liegen wird.

Die Gemeinschaftsräume im Keller umfassen eine Werkstatt, einen Fahrradkeller, einen Quartiersbereich und einen attraktiven Gemeinschaftsraum mit Küche.

 

Das Quartier Osterhusum / Trommelberg

 

Der Verein staTThus hat sich zum Ziel gesetzt, die denkmalgeschützte ehemalige Schule am Trommelberg aus den 50er Jahren für ein Wohnprojekt zu nutzen.

Die Finanzierung des Projektes ist gesichert, das Angebot der GLS-Bank steht..

Da die alte Schule über Räumlichkeiten verfügt, die sich eher als Gemeinschaftsflächen als zu Wohnzwecken anbieten, stellt sich die Frage, welche Nutzungsmöglichkeiten es für diese Flächen gibt, um ein Finanzierungsmodell zu erstellen, dass das Vorhaben erleichtert. Dabei steht es außer Frage, dass auch für das Wohnprojekt selber die großzügigen Flächen des Gebäudes eine Chance darstellen, da sie informelle Kontakte in unterschiedlichen Größen und auf allen Ebenen erlauben.

Nach Rücksprache mit Fachleuten, vor allem des Kreises NF, die angesichts des demographischen Wandels den „Masterplan Daseinsvorsorge“ entwickelt haben, kommt die Nutzung als Angebot für das Quartier und seine Bewohner/innen in den Blick. Die alte Schule am Trommelberg ist ein sehr geeigneter Ort, um dort ein Quartiersmanagement-Zentrum zu begründen.

Die Schule selbst bietet sowohl Innen- als auch Außenraum vielerlei Aktivitäten. Sowohl junge als auch ältere Menschen können dort Möglichkeiten finden, sich in verschiedener Hinsicht zu betätigen.

Die Nähe zum Zentrum macht die Schule als Wohnort attraktiv. Fußläufig gibt es Einkaufsmöglichkeiten und ein größeres Wohnquartier mit zwei Wohnblocks und Reihen- sowie Einfamilienhäusern. Auch das Gemeindehaus der Kirchengemeinde mit dem dazugehörigen Kindergarten ist nicht weit entfernt und gibt die Chance zur Kooperation. Bei gelegentlichen Aktivitäten in der Zwischennutzungsphase konnte der Verein staTThus bereits die Erfahrung machen, dass Menschen aller Altersgruppen aus der Nachbarschaft sehr interessiert daran sind, was auf dem Gelände passiert und sich freuen, dass sie ihr altes Schulgebäude wieder belebt sehen.

Das sind günstige Voraussetzungen, um das geplante Wohnprojekt von vornherein auch als einen Ort zu denken, der Dienstleistungen für das Quartier anbietet. Das könnte auf kulturellem,  handwerklichem oder auch auf sozialem Gebiet liegen. Die großzügigen Flure und Treppenhäuser bieten sich schon jetzt für Ausstellungen unterschiedlicher Art an und werden auch nachgefragt. Das Gebäude verfügt im weitläufigen Keller über ehemalige Werkräume und einen Fahrradkeller, die sich leicht zu entsprechenden Zentren für Reparatur und Fortbildung bzw. Hilfestellung nutzen lassen. Auch werden Gemeinschaftsräume des Projektes z.B. für ein Anwohnercafé mit entsprechender Beratungsfunktion genutzt werden können. Weiterhin ließe sich denken, dass bestimmte Dienstleistungen, z.B. des Diakonischen Werkes, in den Räumen Sprechstunden anbieten könnten.

Zunächst werden wir uns darum bemühen, eine Analyse der Bevölkerungsstruktur zu erhalten und einen Überblick über bereits vorhandene Sozialstrukturen, z.B. Arztpraxen und andere Versorgungsangebote zu gewinnen. Hierfür werden wir uns mit der Stadt Husum, dem Kreis NF bzw. der Aktivregion Nord in Verbindung setzen, um Informationen zu erhalten, die später für die Begründung des Quartiersmanagements von Bedeutung sein werden. Der „Masterplan Daseinsvorsorge“ des Kreises sowie das Förderprogramm des Landes „Land auf Schwung“ werden uns hierbei sicher hilfreich sein.

 

Flächenzusammenstellung und Fakten zum Konzept

Die wirtschaftlichste Lösung ist ein Gemeinschaftsraum im Keller, vorzugsweise im Raum der bisherigen Schulküche. Hier sind bereits große Fenster nach Osten vorhanden, da das Gelände abgegraben ist, als Souterrain. In räumlicher Nähe wäre ein Raum für ein Quartiersmanagement anzustreben, da so Synergien möglich sind, wie im Beispiel der WoDi eG in Brunsbüttel.

Nach unserer Planung wird der Keller nur in den Bereichen wärmegedämmt, in denen dieses zwingend notwendig ist: Gemeinschaftsraum, Gästezimmer und Werkstatt. Der Fahrradkeller und die Abstellräume können ungedämmt bleiben und dort die Kellerdecke den wärmegedämmten Raumabschluss bilden.

Wir haben eine Untersuchung der Außenwände oberhalb des Erdreiches vorgenommen und eine Luftschicht von 8 cm Stärke vorgefunden. Hier wird eine Dämmschicht angeordnet werden. So wird eine Innendämmung des Gebäudes überflüssig.

Wir streben einen Standard KFW Effizienzhaus 115 nach EnEV 2016 an, der entsprechende Förderungen zur Folge hat. Proberechnungen dazu sind bei einem zertifizierten Energieberater erfolgreich abgeschlossen worden.Wir heizen mit einer Sole/Wasser Wärmepumpe.

Es gibt eine Gasversorgung auf dem Gelände, eine Mitteldruckleitung verläuft über das rückwärtige Grundstück zum Hochhaus am Schleiweg.

Der Bodenbelag im Treppenhaus und im Flur wird erhalten.

 

Der Denkmalschutz als Chance und als Risiko

Die untere Denkmalpflege beim Kreis Nordfriesland hat unseren Bauantrag mit begleitet und vorab geprüft.

Die südliche Außenhülle soll erhalten bleiben, Einschnitte in das Mauerwerk (als Zugang für Balkone und Terrassen) sind möglich. Die Tendenz der Sichtweise der Behörde ist allerdings so: Alles was später wieder abgeräumt werden kann ist zulässig. Die Nordseite ist mit wenig Festsetzungen umgestaltbar.

Im Inneren des Gebäudes sollen die Treppenhäuser erhalten werden. Die Flure sind jedoch nicht zwingend zu erhalten. Der Charakter des Gebäudes  soll zumindest in Teilen ablesbar bleiben. Damit sind Ausstattungen wie Türen und Trennelemente gemeint, die nicht über das ganze Gebäude erhalten werden sollen, aber gerne in Teilbereichen konzentriert eingesetzt werden.

Die mögliche steuerliche Abschreibung können nach unserem Wissensstand nur Personen in Anspruch nehmen, die Einkommensteuer zahlen. Eine Genossenschaft oder auch eine andere Konstruktion ist hier nach allem Anschein im Nachteil gegenüber dem privaten Eigentum. Hier wären bis zu 3000 € pro Wohnung und Jahr von der Steuer absetzbar. Wir denken dann daran, diese Vorteile innerhalb des Projektes zu sozialisieren.

Anlässlich der Wohnprojekttage in Hamburg im Oktober 2014 (Veranstalter STATTBAU Hamburg) konnten wir die StattSchule in Hamburg-Altona besichtigen. Wir haben einen Kontakt zu den Architekten hergestellt und Informationen zum Denkmalschutz erfragt. Das planerkollektiv aus Hamburg wird uns über die gesamte Bauzeit begleiten und hat auch den Lageplan entwickelt.

 

Aktueller Stand und ein Ausblick

Wir haben als staTThus eG das Grundstück mit dem Schulgebäude gekauft und werden im Dezember 2018 unsere Wohnungen beziehen. Wir planen einen Neubau auf unserem Grundstück, unter "Presse" gibt es dazu Informationen.

Wir hoffen, dass wir bei Euch mit unserem Konzept Interesse wecken konnten.  

staTThus eG

Trommelberg 11

25856 Husum

 

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